Geschichte der Gemeinde

Unter großer Beteiligung ihrer Einwohner hat die Gemeinde Boostedt im Jahre 2001 ihr 800. Jubiläum gefeiert. Anlass war die älteste bekannte urkundliche Erwähnung des Dorfes aus dem Jahre 1201. Zahlreiche Funde aus frühzeitlichen Epochen belegen zwar eine wesentlich frühere Besiedlung des Ortes, aber die so quellenkritischen Historiker vertrauen nur den überlieferten Schriften.

Das grundwort "stede (stedt)" hat heute noch seine eigentliche Bedeutung, nämlich Stelle, Platz. Es diente oft zur Bezeichnung altgermanischer Haufendörfer. Die Bedeutung der Bestimmungssilbe - bo - wird unter Berücksichtigung der ältesten bekannten Schreibweisen in ihrer Lautentwicklung von dem sächsischen "boka" (Buche) abgeleitet, so dass anerkannter Weise der Name Boostedt als "Buchenstätte" ausgewiesen werden kann. Das Gemeindewappen enthält daher auch zwei goldene Buchenblätter.

Der Dorfchronist Karl Jaensch hat im Jahre 1978 seine Spurensuche und sein Quellenstudium in einer mächtigen Dorfchronik zusammengefasst, die in der Amtsverwaltung für jedermann einsehbar ist. Im ersten Stock des Dorfgemeinschaftshauses Hof Lübbe befindet sich eine heimatgeschichtliche Sammlung, die mit Hilfe von Fundstücken, Fotografien und zeitgeschichtlichen Dokumenten die lange und wechselvolle Geschichte des Dorfes anschaulich präsentiert.